TIMO MEYER


Blick in die Ausstellung
Tannengold_2012_180x140 Tannenhonig_2012_200x150
Tannengold, 2012, 180 x 140 cm, Acryl auf Leinwand
Tannenhonig, 2012, 200 x 150 cm, Acryl auf Leinwand


Der_Weg_zur_Mühle_2011_50x40 Liebe_Lebe_Lache_XII_2012_50x40
Der Weg zur Mühle, 2011, 50 x 40 cm, Acryl auf Leinwand
Liebe, Lebe, Lache XII, 2012, 50 x 40 cm, Acryl auf Leinwand


Wildwechsel_2012_100x240
Wildwechsel, 2012, 120 x 240 cm, Acryl auf Leinwand


Timo Meyer (*1977) führt Situationen wie Traumbilder vor. Er lässt rätselhafte Geschehnisse entstehen die auf eine unheimliche, sinnentleerte Welt zu verweisen scheinen. Etwas Bedrohliches schwingt mit, ob es aktuell dechiffriert werden kann oder nicht, es ist spürbar. Seine Malerei lässt sich nicht kategorisieren. Die Werkimmanenz schöpft aus einem Crossover – einer Mischung von Stilen und Einflüssen. Elemente aus Pop Art, Surrealismus aber auch Tendenzen aus dem Realismus und Naturalismus sind fest in seinem Schaffen
verankert. Doch von einer bloßen Verankerung kann bei ihm nicht die Reden sein. Er interpretiert jene Stile neu und wagt die Übersetzung in eine eigene Formen- und Farbensprache. Jene Übersetzung ist tiefgründig und vor allem vielschichtig. Die klassische Unterteilung von Vorder-, Mittel- und Hintergrund ist bei Timo Meyer verschwunden und erzeugt eine außergewöhnliche Verschmelzung der Bildelemente.

Eine gewaltige Tanne ragt aus den Tiefen der Leinwand empor, tropfend nimmt ihre dunkle Farbe die Fläche in Besitz. Unterbrochen wird die Dynamik des Wachsens durch eine langgezogene Häuserwand, die förmlich dem Betrachter entgegen schiesst. Das Zusammenspiel von Tanne und Haus bleibt jedoch nicht lange ungestört: ein farbiges Raster umschließt das Geschehen. Das Raster ist ein stets wiederkehrendes Element in Meyers Arbeiten. Doch nicht erst seit Deleuze ist die Wiederholung auch ein Differenzen erzeugendes Unterfangen. Mal suggeriert der in Waiblingen lebende Künsstler mit den aneinander gereihten Quadraten illusionistische Raumtiefe, mal formiert er sie zu einer strengen Grundordnung. Nicht selten scheinen surrealistisch anmutende Figuren in der klaustrophobischen Rasterfülle zu ersticken um an anderer Stelle aus dem Raster hervorzubrechen.


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Strzelski Galerie
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